Überwältigende Gebirge, auch für Schweizer – Reisebericht Pakistan Teil 2

Nach dem Festival machten wir uns auf den Weg zum Karakorum Highway (KKH). Die Strasse führt auf 1284 km entlang der Gebirge des Pamir, Karakorum, Himalaya und teilweise des Hindukusch und erreicht auf 4693 m. ü. M. auf den Khunjerab-Pass, wo auch die Grenze zwischen China und Pakistan liegt, seinen höchsten Punkt. Wir hörten vom Naltar-Valley, welches in der Nähe des KKH liegen und schön sein soll. Die Strasse den Berg hinauf war steinig, eng und steil. Auf einer Seite ging es steil bergab zum Fluss, auf der anderen Seite drohte ein steiler Hang mit losen Steinen. Zum Glück war schönes, trockenes Wetter und wir hatten weder mit Landrutsch noch mit Steinschlag Probleme. Oben angekommen erwartete uns eine Berglandschaft mit grünen Wiesen, Wäldern und Bergseen. Anfangs hatten wir vor, an einem dieser Seen zu übernachten. Leider entsprach der See nicht einem in unserer Vorstellung ruhigen, menschenleeren Bergsee. Viele Pakistanis vergnügten sich dort mit diversen Spassangeboten, wie Ruderboot fahren. Auch gab es diverse Zeltcamps rund um den See. Wir entschieden uns deshalb, wieder ein wenig zurückzufahren. Wir fanden einen gemütlichen Platz, wo uns Esel, Kühe, Schafe und Ziegen regelmässig besuchten. Leider musste irgendwo in der Nähe ein totes Tier liegen. Der Gestank zwang uns, die Idylle am nächsten Tag zu verlassen. Wir fanden ein gemütliches Plätzchen in einem der Wälder am Fluss, wo uns am nächsten Tag Mohsin, den wir am Shandurfestival kennengelernt hatten, besuchte. Wir blieben einige Tage und genossen die kühlen Temperaturen im Schatten des Waldes.

Wieder auf dem KKH erwartete uns eine umwerfende, bergige Landschaft. In Passu waren wir umgeben von steilen Bergspitzen, den sogenannten Passus Cones oder Passu Cathedral. Mehrere der Bergspitzen reihten sich aneinander. Die kleinste der Spitzen ist so hoch wie das Matterhorn und die höchste über 7000 m. Von Passu aus fuhren wir zum Khunjerab Pass. Wir wollten es uns nicht entgehen lassen, nur einen Steinwurf von China entfernt zu sein. Oben angekommen waren wir überglücklich, es mit unserer Rosie schon fast bis nach China geschafft zu haben. Das Szenario war witzig. Auf der pakistanischen Seite waren unglaublich viele Leute, welche die Grenze fotografierten und auf der chinesischen Seite standen nur wenige Leute, die uns dafür energisch zuwinkten. Weil der nördlichste Teil entlang des KKH ein Nationalpark ist, durften wir dort nicht wild campen und fuhren deshalb wieder nach Passu zurück.

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